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20th Jun

2014

Die Stoßwellentherapie stammt aus der Urologie und wird dort bei der Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt. Nach intensiver Forschung hat man festgestellt, dass auch im Bewegungsapparat eine hervorragende Wirkung eintritt. Zum Beispiel bei Fersenbeschwerden, Ellbogen- und Schulterbeschwerden.

Ähnlich wie bei den Nierensteinen kann man Kalkablagerungen auflösen und damit Schmerzen beseitigen. Aber gerade bei chronischen Entzündungen aktivieren die Stoßwellen die körpereigen Reparaturmechanismen. Körpereigene Reparatur wird angeregt!

Was ist die Stoßwelle?

Stoßwellen sind mechanische Wellen, ähnlich wie Ultraschall, mit hoher Frequenz- und Energiedichte. Die Stoßwelle wird in einem speziellen Apparat erzeugt und über ein Handstück innerhalb eines Brennpunktes, dem Wirkort, von etwa Daumengröße im Körper gebündelt. Die Haut wird dabei nicht verletzt.

Was passiert im Gewebe bei der Stoßwelle?

Bei der Anwendung am Knochen wird keine zerstörende Wirkung beobachtet, im Gegenteil: Es wird durch die Stoßwelle eine Aktivierung des Heilungsprozesses ausgelöst. Verkalkungen in Sehnen können sich auflösen und chronische Entzündungen verschwinden.


 

Die Behandlung

Bei der Behandlung sitzt oder liegt der Patient. Der Arzt bewegt den Schallkopf mit Gel in kleinen kreisförmigen Bewegungen über die Haut. Bei starken Schmerzen kann die Intensität sofort angepasst werden.

Nebenwirkungen

Die Behandlung kann schmerzhaft sein, bei Bedarf kann eine örtliche Betäubung gesetzt werden. Da die Behandlung nur 5 bis 10 Minuten dauert, ist das meistens nicht erforderlich. In seltenen Fällen können Blutergüsse auftreten.

Welche Erkrankungen kann man behandeln?

Alle Erkrankungen des Sehnenansatzapparates reagieren sehr gut auf die Stoßwellentherapie. Dazu gehören:

  • Tennisellenbogen
  • Golferellbogen
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Fersenspornbeschwerden
  • Schulterverkalkungen
  • Sehnenschmerzen im Rückenbereich

 

Triggerbehandlung

Weitere Reizzustände an Sehnen und Muskelansätzen, die bei sportlicher Überbelastung oft auftreten  reagieren auch sehr gut. Diese besondere Behandlung wird Triggerbehandlung genannt.

Therapieplan

Um ein gutes Ergebniss zu erreichen sind ca. 5 Behandlungen notwendig. Die Behandlungen dauern ungefähr 10 Minuten und finden in Abständen von 5 bis 7 Tagen statt.

Ergebnis

Bei den meisten Erkrankungen gibt es sehr gute Erfolgsquoten. Manchmal dauert es einige Wochen bis der Erfolg eintritt. Insbesondere bei einer langen Vorgeschichte trifft dies häufiger zu.


 

Wann darf die Stoßwellentherapie nicht durchgeführt werden?

Bei Hautinfektionen im Bereich des beschallten Gewebes, Gerinnungsstörungen, bei Schrittmacherträgern, während der Schwangerschaft.

Kostenübernahme

Die Behandlung ist eine IGEL Leistung. Die privaten Kassen übernehmen die Kosten, wenn andere Therapieformen  nicht erfolgreich waren.

Kosten

Die Kosten werden abgerechnet nach GOÄ. Für GKV Versicherte belaufen sich die Kosten auf 81 Euro pro Sitzung.